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Die Geschichte des Instituts für Anwaltsrecht

 

Das Institut für Anwaltsrecht wurde 1988 gegründet. Es kann mittlerweile auf eine über 20jährige Geschichte zurückblicken.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über wichtige Ereignisse in der Geschichte des Instituts für Anwaltsrecht.

1987

Erste Gespräche zwischen dem damaligen Rektor der Universität zu Köln, Prof.  Dr. Dres. h.c. Peter Hanau, mit Repräsentanten des Deutschen Anwaltvereins über die Gründung eines Instituts für Anwaltsrecht.

1988

Gründung des "Vereins zur Förderung des Instituts für Anwaltsrecht an der Universität zu Köln e.V." am 13. April 1988. Erster Vorsitzender des Fördervereins ist Rechtsanwalt Prof. Dr. Walter Kolvenbach. Bereits nach einem Jahr verfügt der Verein über mehr als 170 Mitglieder.

Im Sommersemester 1988 Beschluss der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln zur Gründung eines Instituts für Anwaltsrecht an der Universität zu Köln, der ersten Forschungseinrichtung ihrer Art in Deutschland. Mit dem Aufbau des Instituts werden von der Fakultät Prof. Dr. Hanns Prütting (geschäftsführend), Prof. Dr. Günther Kohlmann und Prof. Dr. Karl-Heinrich Friauf beauftragt.

1989

Eröffnungsveranstaltung des Instituts für Anwaltsrecht am 13. Januar 1989 in Anwesenheit u.a. des Bundesministers der Justiz, Hans A. Engelhard.

Erster Geschäftsführender Direktor ist Prof. Dr. Hanns Prütting, der Direktor des Institut für Verfahrensrecht der Universität zu Köln.

Am 1. April 1989 Bezug von Räumlichkeiten "Am Justizzentrum 7" in unmittelbarer Nachbarschaft von Amts- und Landgericht sowie der Staatsanwaltschaft.

Offizieller Beginn der Forschungstätigkeit des Instituts für Anwaltsrecht am 12. April 1989 mit einer Tagung zum Thema "Die Entwicklung der Anwaltschaft an der Schwelle des Europäischen Binnenmarktes" und einem Festvortrag des damaligen Präsidenten des Deutschen Anwaltvereins, Erhard Senninger.

Am 19. April 1989 erstes Seminar zum Anwaltsrecht an der Universität zu Köln, das von Prof. Dr. Prütting angeboten wird.

Ab 1. Mai 1989 Beschäftigung einer Verwaltungskraft in Teilzeit sowie einer studentischen Hilfskraft.

Die erste Vorlesung zum Anwaltsrecht an der Universität zu Köln beginnt am 18. Oktober 1989. Die Vorlesung wird in den Anfangsjahren als einstündige Lehrveranstaltung angeboten.

Am 8. November 1989 findet eine erste Vortragsveranstaltung des Instituts statt. OStA Wilhelm Feuerich, Autor des bekannten Kommentars zur Bundesrechtsanwaltsordnung, ist erster Referent, er spricht zum Thema "Aktuelle Probleme des ehrengerichtlichen Verfahrens." Bereits zwei Wochen später referiert der Präsident der American Bar Association, Stanley Chauvin. In der Folge schließen sich zahlreiche weitere Vorträge namhafter Referenten an. Seit 1999 werden diese zuvor unregelmäßigen Vortragsveranstaltungen in einer "Ringvorlesung Einführung in den Anwaltsberuf" gebündelt.

1990

Die erste vom Direktor des Instituts für Anwaltsrecht, Prof. Dr. Hanns Prütting,  betreute Dissertationsschrift mit anwaltsrechtlichem Bezug wird fertiggestellt.

Das Institut für Anwaltsrecht veröffentlicht den Sammelband "Die deutsche Anwaltschaft zwischen heute und morgen", die zugleich eine Dokumentation des Arbeitsbeginns des Instituts ist und aus dem ersten an der Universität zu Köln abgehaltenen Seminar zum Anwaltsrecht hervorgeht.

Vorsitzender des Fördervereins wird der Kölner Rechtsanwalt Dr. h.c. Ludwig Koch, von 1983 bis 1988 Präsident des Deutschen Anwaltvereins.

1991

Im Oktober 1991 Besetzung des neu geschaffenen Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht sowie Anwaltsrecht, mit Prof. Dr. Martin Henssler, bislang Universität Heidelberg. Die Ausschreibung des Lehrstuhls ist verbunden mit der Übernahme der Geschäftsführung des Instituts für Anwaltsrecht.

Gründung einer Schriftenreihe des Instituts für Anwaltsrecht, die im Anwaltverlag erscheint.

Etablierung einer Spezialbibliothek zum Anwaltsrecht, u.a. durch Übernahme der Bestände der Bibliothek des Rechtsanwaltskollegiums Berlin (Ost).

1992

Bestellung von Prof. Dr. Martin Henssler zum Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Anwaltsrecht. Der Gründungsdirektor, Prof. Dr. Hanns Prütting, bleibt nicht-geschäftsführendes Mitglied des Direktoriums.

Besetzung erster Mitarbeiterstellen mit zwei Wissenschaftlichen Mitarbeitern (je 1/2 Stelle) und einer wissenschaftlichen Hilfskraft.

1993

Antrittsvorlesung des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Anwaltsrecht, Prof. Dr. Martin Henssler, am 27. Mai 1993 mit dem Titel "Anwaltschaft im Wettbewerb"(AnwBl. 1993, 123ff.).

1994

Erste Informationsveranstaltungen zu Berufseinstieg und Kanzleigründung.

Der Geschäftsführende Direktor des Instituts, Prof. Dr. Martin Henssler, tritt als Sachverständiger zur Novelle der BRAO im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages auf.

Mit dem Erscheinen des von Prof. Dr. Martin Henssler und Dr. Jörg Nerlich herausgegebenen Werks "Anwaltliche Tätigkeit in Europa" findet das erste Buchprojekt des Instituts seinen Abschluß.

1996

Gründung des Dokumentationszentrums für Europäisches Anwaltsrecht als gemeinsame Forschungseinrichtung des Instituts für Anwaltsrecht, des Deutschen Anwaltvereins und der Bundesrechtsanwaltskammer. Geschäftsführender Direktor des Dokumentationszentrums, das in eigenen Räumen "Am Justizzentrum 7" untergebracht wird, ist in Personalunion Prof. Dr. Martin Henssler.

Im Juni 1996 erstes Seminar zur Vertragsgestaltung, das künftig in jedem Sommersemester angeboten wird.

Durchführung eines Kolloqiums zum Thema "Mediation für Juristen" mit mehr als 300 Teilnehmern. Die vielbeachtete Veranstaltung ist einer der ersten Berührungspunkte für die Anwaltschaft mit diesem aus dem angelsächsischen Rechtskreis stammenden Konzept der alternativen Konfliktbeilegung.

1997

Im Januar 1997 erscheint im Verlag C.H. Beck der von den Direktoren des Instituts für Anwaltsrecht herausgegebene Kommentar zur Bundesrechtsanwaltsordnung in erster Auflage.

Im Frühjahr 1997 erscheint im Verlag C.H. Beck der von Prof. Dr. Martin Henssler verfasste Kommentar zum PartGG erstmals.

Prof. Dr. Martin Henssler übernimmt die Mit-Herausgeberschaft der Zeitschrift für die Anwaltspraxis.

1998

Festveranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum der Gründung des Instituts für Anwaltsrecht am 19. September 1998.

Der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Anwaltsrecht, Prof. Dr. Martin Henssler, wird zum Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht bestellt. Er führt die Geschäfte des Instituts für Anwaltsrecht übergangsweise weiter.

1999

Am 5. Februar 1999 wird dem langjährigen Vorsitzenden des Fördervereins, Rechtsanwalt Ludwig Koch, von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, für seine zahlreichen Verdienste um die Universität zu Köln, sein Engagement für die deutsche Anwaltschaft und für seine wissenschaftlichen Arbeiten die Ehrendoktorwürde verliehen.

Im April 1999 wird Prof. Dr. Barbara Grunewald, zuvor Universität Mainz, zur neuen Geschäftsführenden Direktorin des Instituts für Anwaltsrecht bestellt. Prof. Dr. Martin Henssler bleibt geschäftsführender Direktor des Dokumentationszentrums sowie - gemeinsam mit Prof. Dr. Hanns Prütting - als nicht-geschäftsführendes Mitglied im Direktorium des Instituts für Anwaltsrecht.

Im Anwaltverlag erscheint in erster Auflage das von Prof. Dr. Martin Henssler gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins herausgegebene Handbuch "Mediation in Anwaltspraxis".

2000

Prof. Dr. Martin Henssler wird in die Kommission zur Reform der Juristenausbildung der Hochschulrektorenkonferenz berufen.

Am 29. November 2000 übernimmt der Kölner Rechtsanwalt Dr. Bernd Hirtz den Vorsitz des Förderverein. Er löst Rechtsanwalt Dr. h.c. Ludwig Koch ab, der sich nach zehnjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit im Förderverein künftig auf sein Wirken im Vorstand der Hans-Soldan-Stiftung konzentriert.

Im Anwaltsblatt ist das Dokumentationszentrum erstmals mit einer eigenen Kolumne vertreten, in der künftig in loser Folge über das Anwaltsrecht des Auslands berichtet wird.

2001

Das von Prof. Dr. Martin Henssler gemeinsam mit dem früheren Präsidenten des Deutschen Anwaltvereins, Dr. Michael Streck, herausgegebene Handbuch des Sozietätsrechts, erscheint im Verlag Dr. Otto Schmidt in erster Auflage.

Die Bundesnotarkammer wird weiterer Träger des Dokumentationszentrums, das künftig den Namen "Dokumentationszentrum für Europäisches Anwalts- und Notarrecht" trägt.

2002

Prof. Dr. Hanns Prütting wird zum Vorsitzenden des Vorstandes der Vereinigung der Zivilprozeßrechtslehrer gewählt.

Prof. Dr. Martin Henssler wird Beiratsmitglied des neu gegründeten Soldan Instituts für Anwaltmanagement und Mitglied des Ausschusses "Internationale Sozietäten" der BRAK.

Der Aufbaustudiengang "Wirtschaftsjurist" wird erstmalig angeboten.

In der Schriftenreihe des Instituts für Anwaltsrecht erscheint der 50. Band.

2004

Erstmals wird die Vorlesung "Das anwaltliche Mandat" angeboten, in der von Dr. Matthias Kilian unter Beteiligung eines Richters und eines Mediators der Ablauf eines anwaltlichen Mandats aus Sicht der Berufspraxis vermittelt wird. Das Schwergewicht der Veranstaltung liegt auf der Vermittlung der für die Mandatsbearbeitung notwendigen Schlüsselqualifikationen.

Der von Prof. Dr. Henssler und Prof. Dr. Prütting herausgegebene Kommentar zur BRAO erscheint in 2. Auflage. Er kommentiert erstmals auch die Berufs- und die Fachanwaltsordnung, das EuRAG sowie die CCBE-Regeln.

2005

Im Verlag C.H. Beck erscheint das von Dr. Matthias Kilian verfasste Lehrbuch "Rechtliche Grundlagen der anwaltlichen Tätigkeit", das aus der an der Kölner Fakultät seit vielen Jahren angebotenen Vorlesung zum Anwaltsrecht hervorgegangen ist.

2006

Der Direktor des Instituts für Anwaltsrecht, Prof. Dr. Martin Henssler, wird im September 2006 zum Vorsitzenden der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages und damit zu seinem Präsidenten gewählt.

2007

Prof. Dr. Barbara Grunewald, Geschäftsführende Direktorin des Instituts, und Prof. Dr. Martin Henssler, Direktor des Instituts, treten im April 2007 als Sachverständige in der Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages auf.

Das vom langjährigen Vorsitzenden der Fördervereins, Dr. h.c. Ludwig Koch, und Dr. Matthias Kilian verfasste Werk "Anwaltliches Berufsrecht" erscheint erstmals im Verlag C.H. Beck.

Prof. Dr. Martin Henssler wird zum Vorsitzenden des Vorstandes der Vereinigung der Zivilrechtslehrer gewählt.

Die unregelmäßg erscheinende Kolumne des Dokumentationszentrums im Anwaltsblatt erscheint künftig drei Mal pro Jahr. Sie ist nicht mehr monothematisch ausgerichtet, sondern vermittelt nunmehr in jeder Ausgabe eine Mischung von Nachrichten zu ausländischen Anwaltschaften.

2008

Prof. Dr. Martin Henssler und Prof. Hanns Prütting übernehmen im Frühjahr 2008 gemeinsam die Geschäftsführung des Instituts für Anwaltsrecht. Das Institut für Anwaltsrecht wird übergangsweise in den Räumlichkeiten des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht, Weyertal 115, untergebracht, in dem bereits seit 1999 das Dokumentationszentrum beheimatet ist.

Am 23. Oktober 2008 feiert das Institut für Anwaltsrecht mit einer Festveranstaltung (Bericht) das 20jährige Jubiläum seiner Gründung.

Im Verlag C.H. Beck erscheint das von Dr. Matthias Kilian verfasste Lehrbuch "Das anwaltliche Mandat", das aus der an der Kölner Fakultät seit 2004 angebotenen Vorlesung gleichen Namens hervorgegangen ist.

2009

Der von den Institutsdirektoren herausgegebene Kommentar "Henssler/Prütting, Bundesrechtsanwaltsordnung" erscheint Ende des Jahres in 3. Auflage.